Es ist mittlerweile fast schon Tradition beim SWC Osterhofen: Wenn die Wintersaison endet und es für die Hochalpen noch zu früh ist, zieht es unsere Wanderer zur Obstbaumblüte nach Franken.

Heuer war die Fränkische Alb – auch bekannt als „Hersbrucker Schweiz“ an der Grenze zur Oberpfalz – das Ziel unserer Gruppe. Trotz einer eher bescheidenen Wetterprognose ließ sich ein Dutzend unerschrockener Wanderer nicht abschrecken und machte sich mit dem SWC-Bus auf den Weg gen Westen.

Von Kapellenruinen und irischem Flair

Glücklicherweise konnten wir den ersten Regenguss bereits geschützt während der Anfahrt abwarten. Bei bestem Wanderwetter starteten wir schließlich in einem kleinen, von blühenden Obstbäumen gesäumten Dorf. Unser erstes Ziel war die Ruine der Kapelle „Zum Heiligen Baum“ bei Arzlohe. Die verbliebenen Giebelwände boten zusammen mit den vorbeiziehenden dunklen Wolken eine beeindruckende Kulisse, die fast ein wenig an die grüne Insel Irland erinnerte.

Kulinarische Herausforderungen in der „Osteria“

Weiter ging es hinunter nach Hartmannshof. Pünktlich zu einem kleinen Regenschauer erreichten wir die „Osteria“ im Bahnhof. Während wir uns im Trockenen aufwärmten, fühlten sich diejenigen bestätigt, die aufgrund des Wetters kurzfristig abgesagt hatten – doch sie verpassten etwas!

Die Pizzen waren hervorragend, allerdings hatten einige die stattliche „Normalgröße“ von 38 cm Durchmesser unterschätzt. So wurde das Mittagessen zu einer ganz eigenen sportlichen Herausforderung.

Über das Haunritztal zur Burgruine Lichtenegg

Zur Verdauung schloss sich eine gemütliche Wanderung durch das idyllische Haunritztal an, bevor es ernst wurde: Ein steiler Aufstieg über 200 Höhenmeter führte uns hinauf zur Burgruine Lichtenegg. Dieser Höhepunkt der Tour belohnte uns mit einem fantastischen Ausblick über die hügelige Juralandschaft, was wir gebührend mit einem „Gipfelschnaps“ würdigten.

Fazit: Es gibt kein schlechtes Wetter

Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt begleitete uns noch ein kleiner Schauer, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Es bewahrheitete sich einmal mehr: Mit der richtigen Kleidung gibt es kein schlechtes Wetter! Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die Tour trotz der Prognosen durchzuführen.